Werner Markurth
Spartenleiter Kanus
Werner Markurth

Kanuwandern

Die Fortbewegung auf dem Wasser fasziniert Menschen schon immer. Kanuten erfahren Naturschönheiten, die nur vom Wasser aus zugänglich sind. Ganz neue Perspektiven eröffnen sich: Schilfgürtel, Wälder und Wiesen ziehen auf Augenhöhe vorbei. Mit dem Kanu ist man mittendrin. Dem Postfelder SV stehen seit 2011 zwei Kanus für jeweils 4 Personen zur Verfügung. Diese können im Urlaub oder im Alltag von jedem Mitglied genutzt werden. Das Schöne am Kanusport: Man benötigt keinen Liegehafen, sondern kann von einer beliebigen Einsetzstelle durchstarten. Gepaddelt wird auf eigene Faust oder mit organisierten Touren. Kanuwandern heißt Natur erleben! Rund 20.000 Kilometer Wasserläufe durchziehen Schleswig-Holstein. Etwa zehn Prozent davon können von Kanuten genutzt werden. Zu den landschaftlich schönsten Regionen an der Westküste gehören Eider, Treene, Sorge, die Wilstermarsch mit den Flüssen Stör und Wilster Au sowie die Geestniederungen der Bramau, Bünzener Au und Osterau. Sie alle fließen durch Niederungen und Marschenlandschaften Schleswig-Holsteins, die flach wie ein Brett erscheinen: Der Blick vom Kanu reicht weit ins Land. Wer die Hügellandschaft bevorzugt, ist im östlichen Schleswig-Holstein gut aufgehoben. Die Schwentine durchquert hier die Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz. Das Wasser fließt in Schleswig-Holstein meist von Ost nach West. Die Wasserscheide liegt im Osten: Quellen, die nur wenige Kilometer entfernt von der Ostseeküste entspringen, lassen diese östlich liegen. Das Wasser bahnt sich seinen langen Weg in Richtung Westen. Hier mündet es über die Eider in die Nordsee oder wie die Stör in die Unterelbe. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Trave und Schwentine liegen östlich der Wasserscheide und fließen in die Ostsee. Was stellen wir noch zur Verfügung: Schwimmwesten, Paddel groß und klein, für Erwachsene und Kinder. Einen zugelassenen Trailer für die Kanus. Bootswagen für das Einsetzen oder für das Umtragen sowie wasserdichte Gepäcktonnen. An was sollte man selbst noch denken: Ersatzpaddel, die fest verzurrt sind, sorgen dafür, dass eure Kanuwanderung nicht vorzeitig endet, falls ein Paddel zerbricht oder verloren geht. Bequemes festes Schuhwerk macht den Ausstieg einfacher. Die Gepäcktonnen halten Ersatzkleidung, Fotoapparat, Geld und Papiere trocken, selbst wenn das Boot kentert. Damit sie im Falle eines Falles nicht davon schwimmen, sollten sie am Kanu vertäut sein. Die Kanu-Wanderkarte – in wasserdichter Klarsichthülle – muss ebenfalls gesichert werden. Paddeln macht hungrig – deshalb darf die Verpflegung nicht fehlen. Bitte nutzt zum Campen und Rasten nur ausgewiesene Plätze. Fernglas und Naturführer gehören auf jeden Fall ins Reisegepäck. Wer „middenmang“ in der Natur ist, hat Zeit, sie kennen zu lernen. Die Informationen über Sperrungen und Befahrungsregelungen auf schleswig-holsteinischen Gewässern können www.kanu-sh.de oder auch mit einem Wap-fähigen Mobiltelefon abgerufen werden wap.kanu-sh.de

Weitere Auskünfte zur Nutzung der Kanus erteilt der Spartenleiter oder der Vorstand vom Postfelder SV.